Wir
präsentieren auf diesen Seiten das Buch:
"Legasthenie im Erwachsenenalter"
Das komplette Buch steht ab sofort zum Download zur Verfügung.
Eine ganz alltägliche Geschichte:
Mein
Name ist XY und ich bin 26 Jahre alt.
Dass
ich Legastheniker bin, wurde bereits in der Volksschule erkannt. Mein
Problem lag in der Rechtschreibung und zog sich durch meine gesamte Schul-
und Berufsausbildung. Nach meinem Lehrabschluss fand ich mich mit meiner
Schreibschwäche ab.
In den folgenden zehn Jahren war ich in Berufen tätig, in denen ich
keine oder nur wenige Schreibarbeiten machen musste. Danach bekam ich
eine Stelle, in der ich plötzlich mit Formularen, Sachverhaltsdarstellungen,
usw. konfrontiert war.
Was mich in einige peinliche Situationen brachte. Das Schlüsselereignis,
das mich motivierte einen Kurs zu beginnen, ereignete sich aber im Privatleben.
Bei einem Besuch bei Freunden, drückte mir der Gastgeber ein Gästebuch
in die Hand und bat mich um einen Eintrag. Mich rettete meine Freundin
mit der Ausrede, sie habe eine schönere Schrift, aber für mich
stand fest, es muss sich was ändern. Als mir dann noch eine leitende
Stelle in Aussicht gestellt wurde, vereinbarte ich einen Termin in einem
Legasthenieinstitut. Seit dem sind sechs Monate vergangen. In dieser Zeit
besuchte ich einmal pro Woche für eine Stunde die Schule und arbeitete
zu Hause noch ca. vier Stunden pro Woche. Der Unterricht teilt sich in
Aufmerksamkeits- und Rechtschreibtraining. Das Um und Auf ist die gute
Aufmerksamkeit beim Schreiben. Als mir das klar wurde, waren die Probleme
nur noch halb so groß. Es gibt viele Möglichkeiten zu einer
guten Aufmerksamkeit zu finden, wie Atemtechnik, Fingerübungen, usw.
Für mich selbst reicht es inzwischen, dass ich mir sage, ich muss
aufmerksam sein, wenn ich schreibe. Das geht so schon ca. dreißig
Minuten, danach mache ich eine kleine Pause. Meine Fehlerquote ist sehr
stark zurück gegangen, was für mich sowohl im Beruf und auch
im Privaten eine große Erleichterung ist. Aber es hat mich auch
als Mensch verändert. Ich habe nun viel mehr Selbstvertrauen und
Sicherheit im Umgang mit Menschen. Die Lebensqualität hat merkbar
zugenommen. Für die Zukunft möchte ich meine Rechtschreibung
weiter verbessern und die Zeit, die ich sehr aufmerksam bei der Sache
des Schreibens bin, verlängern.
Man
muss sich mit Legasthenie oder Schreibschwäche nicht abfinden, man
kann es ändern, wenn man will.
(c)
2007 KLL
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