
| Vorwort zur 2. überarbeiteten Auflage Nach Erscheinen der ersten Auflage trafen von zahlreichen betroffenen Erwachsenen sehr positive Reaktionen ein. Besonders gelobt wurde die Brauchbarkeit des Inhalts für die praktische Umsetzung. Auch unzählige Spezialisten, die auf pädagogisch-didaktischer Ebene mit Erwachsenen arbeiten und ihnen hilfreich bei der Verbesserung ihrer Schreib- und Lesefähigkeiten zur Seite zu stehen, haben das Buch als Standardwerk in Verwendung. Nachdem die erste Auflage vergriffen war, wurde der Inhalt im Internet zum kostenlosen Downloaden zur Verfügung gestellt und seit Juni 2005 unglaublich oft heruntergeladen. Das Interesse an der Thematik sowohl von Spezialisten, die auf diesem Gebiet arbeiten, als auch von Betroffenen selbst und deren Angehörigen, ist wahrhaft sehr groß. Dennoch wurden immer wieder Stimmen von Betroffenen und Spezialisten laut, die sich eine neue Druckauflage wünschten. Hiermit wird nun diesem Wunsch nachgekommen und die zweite überarbeitete Auflage präsentiert. Die Thematik, dass auch im Erwachsenenalter noch viele Menschen Probleme mit dem Schreiben und/ oder Lesen haben, die vom pädagogisch-didaktischen Standpunkt der Feststellung und Intervention aufgearbeitet wird, sucht im deutschen Sprachraum seinesgleichen. Deshalb erfreut sich dieses Werk auch so großer Beliebtheit, weil es neben dem notwendig zu wissenden theoretischen Hintergrund auch zahlreiche praktische Tipps für die praktische Hilfe bzw. das Symptomtraining bietet. |
![]() Schreib- und Leseprobleme sind auch im Erwachsenalter selten auf Schwächen, Störungen, Krankheiten oder gar auf Behinderungen zurückzuführen. Dennoch findet man nicht selten die Meinung, dass Schreib- und/ oder Leseprobleme aus vorgenannten Gründen entstehen oder einfach deshalb vorkommen, weil die nötige Intelligenz nicht vorhanden ist. Nochmals soll auch an dieser Stelle betont werden, dass Schreib- und Leseprobleme höchst selten mit der Intelligenz des jeweiligen Menschen zu tun haben, vielmehr mit der in der Grundschulzeit versäumten speziellen Förderung des Betroffenen. Weiters sind oder waren betroffene Erwachsene nicht einfach nur zu faul, um das Schreiben oder Lesen ausreichend zu erlernen, auch dieses verbreitete Vorurteil entspricht höchst selten der Realität. |
Wie wir heute wissen, kann man Menschen mit Schreib- und/ oder Leseproblemen gezielt und erfolgreich auch noch im Erwachsenenalter helfen. Voraussetzung ist natürlich, dass die oder der Betroffene gewillt ist, viele mühevolle Stunden daran zu arbeiten, um die Schreibund Lesekenntnisse zu verbessern. Nur der Wille sich zu verbessern und ein individueller auf die Probleme angepasster Trainingsverlauf, garantieren schließlich den gewünschten Erfolg. Wünschenswert ist es, dass dieses Werk weiterhin einen Beitrag dazu leistet, viele betroffene Menschen in ihren Bemühungen zu unterstützen, ihre Schreib- und Leseleistungen zu verbessern und damit auch ihr oft angeschlagenes Selbstbewusstsein zu stärken. April 2009 |
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